Geistliche Musik

Geistliche Musik

Programm 2026

Palmsonntag, 29. März 2026, 17 Uhr

Meditation am Palmsonntag

Caspar Ett (1788–1847): Ölberg-Andacht
für Bariton, Solistenensemble und Orgel

Joh. Gustav Ed. Stehle (1839–1915): Orgelmusik
Bariton, Ensemble (Leitung: Urs Lütolf)
Alois Koch, Orgel

Pfingstmontag, 9. Juni 2026, 17 Uhr

Feierliche Vesper

Urs Lütolf, Orgel

Montag, 29. September 2026, 9.30 Uhr

Festgottesdienst am Michaelstag

Leitung und Orgel: Urs Lütolf

Sonntag, 22. November 2026, 17 Uhr

Christkönigskonzert

Orgelkonzert

Mutsumi Ueno, Orgel

Sonntag, 14. Dezember 2026, 17 Uhr

Adventsmusik an «Gaudete»

Weihnächtliche Gesänge und offenes Singen

Orgeln

Unsere Stiftskirche besitzt drei Orgeln. Die Hauptorgel auf der Empore über dem Eingang wurde 1842 von Franz Anton Kiene (1777-1847) erbaut und umfasst 28 Register. Die Chororgel auf der Evangelienseite, ein einmanualiges Werk, das nahezu original erhalten ist, fertigte Johann Christoph Albrecht aus Waldshut im Jahre 1693. Das Gehäuse der Chororgel auf der Epistelseite stammt aus dem Jahre 1773. Die Orgel umfasst 18 Register aus den Jahren 1895, 1920 und 1960.

Hauptorgel auf der Westempore

Erbauer Franz Anton Kiene von Langenargen (Bodensee) Entstehungszeit: 1841/1842
Restauration und Rekonstruktion 1981/1982 durch Orgelbau Graf, Oberkirch

Die Orgel verfügt wieder über die originale Disposition:

Hauptwerk
Bordun16'
Cornett16'
Principal8'
Coppel8'
Flöte major8'
Viola8'
Dolcian8'
Gamba8'
Octav4'
Rohrflöt4'
Flöt4'
Quint3'
Mixtur2'
Doublett2'
Positiv
Montro8'
Flöte douce8'
Quintaden8'
Unda maris8'
Fuggari4'
Flöte cuspito4'
Echo4'
Cymbal2'
Vox humana8'
Pedal
Principalbass16'
Subbass16' (+ 8')
Violon8'
Bombard16'
Trompon8'

Die Orgel hat noch die ursprüngliche, rein mechanische Traktur. Sie verfügt über die Koppeln HW – Positiv und HW – Pedal als Züge.

Der Tremulant kann durch einen Hebel links unter dem Manual eingerastet werden. Die Windversorgung erfolgt über einen Magazinbalg im Kirchenestrich. Leider hat man nicht auch die 3 (4?) Keilbälge rekonstruiert, da man sie am ursprünglichen Standort (Peterskapelle) nicht mehr aufstellen wollte.

Besonderheiten: Die Windkanäle für Principalbass und Bombard sowie Subbass, Violon und Trompon sind gemeinsam geführt. Die Pedal-Zungen bzw. Violon können also nicht ohne Principalbass bzw. Subbass gespielt werden. Im Subbass 16′ ist zugleich eine Flöte 8′ mitgeführt.

Epistel – Orgel auf der Südempore

Erbauer Orgelbau Walter Graf, Oberkirch
Entstehungszeit 1960 (Prospekt von 1773, Gehäuse nach hinten erweitert)
Revision 2024. Die elektropneumatischen Bauteile wurden durch moderne Tonmagnete ersetzt, der untere Spieltisch überarbeitet und der obere Spielschrank mit einem dritten Manual neu gebaut. Eine computergesteuerte Setzeranlage erweitert die klanglichen und spieltechnischen Möglichkeiten erheblich und führt die Orgel ins 21. Jahrhundert.

Die Orgel verfügt über folgende Disposition:

Hauptwerk
Prinzipal8'
Gemshorn8'
Octave4'
Rohrflöte4'
Octave2'
Mixtur1 1/3' 4-5f.
Krummhorn8'
Tremolo
Positiv
Rohrgedackt16'
Rohrflöte8'
Salicional8'
Præstant4'
Spitzflöte4'
Nasat2 2/3'
Waldföte2'
Terz1 3/5'
Zimbel1' 3f.
Trompete8'
Tremolo
Pedal
Subbass16'
Zartbass16'
Oktave8'
Rohrgedackt8'
Choralbass4'

2 Spieltische (Empore, Chor)

Evangelien – Orgel auf der Nordempore

Erbauer Johann Christoph Albrecht aus Waldshut
Entstehungszeit 1693
Restauration und teilweise Rekonstruktion 1984 durch die Firma Goll, Luzern

Die Orgel verfügt über folgende Disposition:

Regal
[   8′

Mixtur

Oktav
4′

Copel
8′

Principal
8′

Superoctav
2′

Fleuten
4′

Quint
3′   ]

Die einmanualige Orgel hat noch kurze Oktave und nur ein angehängtes Pedal (C bis h). Die Windversorgung erfolgt über die beiden originalen Keilbälge im Innern der Orgel, wenn sie manuell betrieben werden, über den unteren Keilbalg, wenn die Ventilation eingeschaltet wird.

Verein Geistliche Musik im Stift Beromünster

Der Verein wurde zu Beginn des Jahres 2019 gegründet, um die lange Tradition von Musik und Liturgie am Stift institutionell fortzuführen. Bis Ende des 18. Jahrhunderts hatte diese Tradition sogar überregionale Bedeutung. Im Mittelalter und darüber hinaus beruhte sie auf der Pflege des Gregorianischen Chorals, im 17. und 18. Jahrhundert waren es mehrchörige Festmessen im Rahmen des St. Michaelitages (29. September), welche Musiker von fern und nah anzogen. Wertvolle kompositorische Schätze in der Stiftsbibliothek dokumentieren dieses Erbe.

Unterstützen Sie uns, werden Sie Mitglied!

Kontakt
Verein «Geistliche Musik im Stift Beromünster»
Urs Lütolf, Präsident
Lindenweg 4, CH-6222 Gunzwil
E-Mail