
Gregorianik-Tagung
Sonntag und Montag, 4. und 5. Oktober 2026
Gregorianik-Tagung
Sonntag und Montag, 4. und 5. Oktober 2026
Alte Kirchenmusik an einem neuen Ort
Das Chorherrenstift St. Michael Beromünster besteht seit über 1000 Jahren und war seit je ein Ort für Liturgie, Kultur und Musik. Es beherbergt wertvolle Kulturgüter, darunter eine bedeutende Musikbibliothek.
Das Kapitel des Chorherrenstifts hat beschlossen, die Kirchenmusik am Stift neu auszurichten. Nach dem Rücktritt des langjährigen Stiftsorganisten und Stiftskapellmeisters Urs Lütolf, der 46 Jahre in Beromünster tätig war, trat am 1. Juli 2026 Jonas Herzog dessen Nachfolge an.
Darüber hinaus gibt das Stiftskapitel die Errichtung des GREGORIANIKUM, einer Akademie für Gregorianik, bekannt. Ziel ist, das Bewusstsein für den gregorianischen Gesang als christliches und europäisches Kulturgut zu erhalten und zu fördern.
Im Aufbau befindet sich eine Fachbibliothek, die die Entwicklung des gregorianischen Gesangs dokumentiert und wissenschaftliche Literatur bereithält.
Geplant sind zudem Veranstaltungen, Bildungsangebote und Veröffentlichungen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Gottesdienste und Konzerte mit gregorianischem Gesang und Musik, die dazu in enger Verbindung steht, komplettieren das Aufgabenfeld des GREGORIANIKUM.
Zum Leiter des GREGORIANIKUM hat das Stiftskapitel zum 1. August den Musikwissenschaftler und Kirchenhistoriker Dr. Markus Zimmer gewählt.
Am Sonntag und Montag, 4. und 5. Oktober, wird das GREGORIANIKUM mit einer Tagung im Stift Beromünster eröffnet.
Propst Harald Eichhorn
Programm vom 4. und 5. Oktober 2026
Sonntag, 4. Oktober 2026
Konzert, Eröffnung, Festvortrag
17.00 Uhr, Stiftskirche
- Konzert mit dem «ensemble VOX WERDENSIS»
Leitung: Stefan Klöckner, Essen
(Konzerteinführung: 16.15 Uhr in der Stiftskirche)
18.30 Uhr, Stiftstheater
Eröffnung des GREGORIANIKUM
- Begrüssung Propst Harald Eichhorn, Beromünster
- Grusswort Regierungsrat Reto Wyss, Luzern
- Festansprache Judith Wipfler, SRF-Fachredaktion für Religion, Basel
Vielklang im Einklang – Gregorianik als Kulturgut für alle
anschliessend Apéro
Montag, 5. Oktober 2026
Referate
ab 9.45 Uhr, Stiftstheater
Eintreffen bei Kaffee oder Tee
10.30 Uhr – 17.00 Uhr Vorträge
- Irene Holzer, München
Der einstimmige Gesang als kulturprägender Faktor - Stephan Klarer, Zürich
Aktuelle Tendenzen der Gregorianikforschung - Stefan Klöckner, Essen
Sapienter psallere – mit Verstand singen!
Theologische Aspekte des Gregorianischen Chorals - Alois Koch, Meggen
Gregorianik in neuzeitlichen Musikstilen – eine Schatzsuche - Markus Zimmer, Beromünster
Kirchenmusik als «Erzählerin» einer europäischen Geschichte
Moderation: Wolfgang W. Müller
